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Der Bezirk der „Elmwood Mine“
Berühmt für seine Fluorite ist der Grubenbezirk der landläufig unter dem Namen „Elmwood/Tennessee“ läuft. Noch berühmter jedoch ist dieser Bereich für Calcitkristalle, die zu den schönsten der Welt zählen,- für manche Leute sind es die schönsten der Welt. In den 70er Jahren wurde diese Lagerstätte erst entdeckt. Bis heute ist die Zahl der Minen auf vier gestiegen, die bei genauem Hinsehen tendenziell „eigene“ Calcite haben. Obwohl alle Skalenoeder sind, z.T. verzwillingt, haben sie alle ihren Charakter. Am bedeutendsten ist die Elmwood Mine. Von hier kommen die begehrten transparenten cognacfarbenen Calcite der 3. Generation. Bisher wurden von dieser Art sehr wenige Hohlräume gefunden, bzw. konnten sehr wenige geborgen werden, da sie zusammen mit dem Erz vorkommen und der Abbau Vorrang hat.
Die größten Kristalle dieser Güte sollen die Größe eines „Rugby Ei „ gehabt haben, stammen aber fast alle aus einer Kluft der 80er Jahre. Der letzte bedeutende Fund für diese Stücke stammte aus dem Jahr 1996, bei dem die Calcite auf Splittern dolomitischen Karbonatgesteins stehen, oder als Rarität auf matten Fluoritwürfeln. Untertage geht die Elmwood Mine, nur durch eine Luftschleuße getrennt, übergangslos in die Gordonsville Mine über. Als weitere Variante haben diese beiden Minen noch glänzende cognacfarbene bis hellgelbe Skalenoeder 1. und 2. Generation, deren Transparenz aber deutlich hinter der der Calcite 3.Generation zurücksteht.
Die Mineralisation ist meist an Brekzienhohlräumen gebunden, die mehrere Meter Ausmaß haben können. Die nachfolgenden Aufnahmen von 1986 zeigen einen Hohlraum mit Calcit, Baryt und Sphalerit an der Decke einer Abbaustrecke im Bereich Elmwood/Gordonsville.
Man sieht deutlich die Schäden, die die modernen Sprengmethoden in dieser Kluft hinterlassen haben. Viele einzelne Spitzen liegen am Boden, - natürlich nicht mehr heile. Die Kristalle an den Wänden haben so viele Risse bekommen, daß sie nur in Bruchstücken zu bergen wären. Sehr oft besteht in diesen Minen das Problem, daß die Hohlräume zu große Kristalle enthalten. Individuen bis zu 3m, die dann noch an den Enden angewachsen sind. Oder gar den Hohlraum ganz ausfüllen. Wenn man von den beiden Minen auf 200m (wohin man mit einem Fahrzeug über eine mehrere Kilometer lange Rampe gelangt) nochmals 200m tiefer fährt, dann gelangt man zur Stonewall Mine. Dort wurden bis jetzt sehr selten große Kristalle gefunden. Der einzige größere Hohlraum der von dort bekannt wurde beinhaltete Calcite, bei denen man noch den weißen Keim in Form eines Rhomboederspaltstückes erkennen kann.
Diese Calcite wurden max. 30 cm groß und bildeten oft Schwimmer, so wie dieses abgebildete Stück. In den oben genannten Minen konnte der Calcit zusammen mit Sphalerit, Baryt, Fluorit und seltener Galenit auftreten.
In der vierten Mine, der Cumberland Mine, ca. 5km von den anderen entfernt und nur durch einen Schacht erreichbar, ist bis dato noch kein einziges Stück Fluorit gefunden worden. Dafür sind von dort die Calcite am farbintensivsten. Sie sind nicht so transparent wie die anderen und auch sehr oft matt. Die Hohlräume sind meist sehr klein und beinhalten immer nur wenige Calcite, die gerade die richtige Größe für Sammlungen haben.
Bis 1997 ist immer wieder einmal eine größere Anzahl Stufen dieser Minen zum Kauf angeboten worden, meist unter den Fundort „Elmwood Mine“. Diese stammen von Versteigerungen, die die Minengesellschaft zugunsten der Mitarbeiter durchführte (dafür war es strikt verboten Mineralien selbst herauszubringen), oder von einer Zeitspanne in der das Bergwerk die Bergung der Mineralstufen an speziell für diesen Zweck angeheuerte Spezialisten übertrug und ebenfalls den Erlös an die Mitarbeiter verteilte. Man mag sich fragen, warum der Aufwand? Nun dem Unternehmen ist daran gelegen, daß die Arbeiter das Erz abbauen und keine Mineralstufen bergen. Da es aber immer wieder Hohlräume gab, versuchte man diese leer zu räumen oder zuzusprengen, bevor die Abbaucrew vor Ort kam. In den letzten Jahren hat es Streiks der Bergleute, einen Besitzerwechsel des australischen Betreibers und Umstrukturierungen gegeben, die einen offiziellen Mineralienabbau nicht mehr zulassen. Wie auch schon zuvor ist den Bergleuten das Herausnehmen von Mineralstufen streng untersagt und diesem Verbot zufolge gab es auch schon Entlassungen. Natürlich wird auch zukünftig immer wieder einmal ein Stück den Weg ans Tageslicht finden, jedoch nicht in der Vielzahl wie wir es für einige Zeit gewohnt waren.
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